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28. October 2008

“Travel Queeries” – ein Dokumentarfilm über “radical queers in contemporary Europe”

"Queer Rechte sind Menschenrechte" - Demonstration in Warschau, Polen.

"Queer Rechte sind Menschenrechte" - Demonstration in Warschau, Polen.

von Chris Campe

Sommer, die große Reisezeit! Rumkommen, was ganz anderes sehen, alte Freunde treffen und neue kennenlernen … Elliat Graney-Saucke, Margaritte Knezek und Sidney Jo aus Olympia, Washington, haben das letztes und vorletztes Jahr ausgiebig getan. Sie waren in Barcelona, Kopenhagen, Belgrad, Mailand, Rom, Leeds, London, Warschau und Berlin  – mit einer Filmkamera und der Idee für »Travel Queeries«, einem abendfüllenden Dokumentarfilm über »radical queers in contemporary Europe«, der im Frühjahr 2009 Premiere haben wird.

Im Interview mit Chris Campe erzählt Elliat Graney-Saucke, die Regisseurin und Produzentin von »Travel Queeries«, von ihrem Film, den Reisen und ihrem Leben in Olympia, doch seht vorab den Trailer:

Chris Campe: In den Danksagungen auf Eurer Website stehen viele Leute aus der Berliner Queer-Szene. Das ist wenig überraschend, Du hast dort ein paar Monate gelebt. Aber denkst Du, dass Berlin ein Zentrum für »radical queers« in Europa ist? Wie habt Ihr die Drehorte für Euren Film ausgesucht?

Eliat Graney-Saucke: Berlin hat sich eher zufällig als Hauptangelpunkt ergeben. Als ich 2005 in Barcelona bei der Queeruption war, habe ich Tina Pornflakes und ein paar andere Leute aus Berlin kennengelernt.  Ich hatte schon lange davon geträumt, in Europa zu leben, aber ich sah mich eher in Barcelona oder irgendwo am spanischen Meer. Ich hatte schon so viele großartige Geschichten über besetzte Schlösser gehört – das wollte ich auch erleben. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich kein besonderes Interesse an der deutschen Kultur. Berlin war natürlich schon immer bekannt für seine homosexuelle Kabarett-Szene, über die aktuelle Szene und Kultur dort wusste ich jedoch nichts. Nach der Queeruption habe ich Tina im autonomen Hausprojekt x-b in Friedrichshein besucht – der Besuch dauerte letztendlich sechs Monate. In dieser Zeit habe ich mich in Berlin verliebt. Und das, obwohl ich eigentlich nur herkam, weil ich hier am meisten Leute kannte.
Als wir mit unserer Planung für »Travel Queeries« begonnen haben, wollten wir schon einen möglichst großen Querschnitt an Künstler_innen aus verschiedenen Ländern einbeziehen, die meisten Kontakte hatten wir aber in Berlin und in Großbritannien. Eine Auswahl zu treffen war ziemlich schwer. In Berlin habe ich eine Liste von 25 Berliner_innen zusammengestellt, alles Künstler_innen, die meines Erachtens ganz unentbehrlich für die Dokumentation sein würden. Wie man sieht, ist die Liste dann doch noch etwas geschrumpft.

»Travel Queeries« untersucht »radical queer« Kultur, Kunst und Aktivismus im heutigen Europa. Warum bezeichnet Ihr es ausdrücklich als »radical queer«? Was heißt radikal für Dich? Gibt es auch »normal queer«?

Lustig … als ich Deine Frage gelesen habe, dachte ich, Du würdest eher bei »contemporary« (dt. »heutig, gegenwärtig«) nachhaken. Die Frage nach dem Begriff »radical« (dt. »radikal«) ist aber sehr gut. Als wir unsere Interviews gemacht haben, wurden wir manchmal auf diesen Begriff angesprochen. »Radikal« hat für uns etwas mit der politischen Bedeutung von »queer« zu tun, die wir nicht aus den Augen verlieren wollten. »Queer« ist mittlerweile ein sehr aufgeweichter und oft verwendeter Begriff, der in den Mainstream eingeflossen ist. Bezeichnen sich Leute als »radical queer«, wollen sie meistens verdeutlichen, dass sie es mit dem »genderbending«, »queer« als politischem Begriff und ihrem Engagement als Aktivisten ernst meinen. Der Ausdruck »queer« an sich deckt für mich ein großes Spektrum von Leuten ab, aber die Club-Szene in Seattle zumindest zielt nur auf ein geselliges, tätowiertes und punkiges Publikum, das aber nicht wirklich politisch ist.

Leute, die ich als »radical queer« bezeichnen würde, leben zumeist in Projekten und schaffen abgefahrene, verrückte Kunst. Sie verbinden queere Lebensweise mit Kunst und/oder Aktivismus und sind dabei offen für andere Szenen und deren Probleme. So sehe ich das zumindest aus meiner Perspektive als Amerikanerin. Ich denke aber, dass sich diese Sichtweise auch gut auf Europa übertragen lässt. Radikale sind der Stachel in der Mainstream-Homosexualität. Durch ihr Verhalten, ihre Kritik an Ideen, Regeln und Normen sorgen sie für ein konstruktives Unwohlsein. Ich halte mich gerne in einer queeren Umgebung auf. Es gefällt mir, das Geschlecht einer Person nicht immer bestimmen zu können und auf Pronomen zu verzichten. Irgendwie stechen diese Leute aus den üblichen lesbisch-schwulen Beziehungsformen heraus und sind progressiver. Obwohl die Mädchen/Junge-Schubladen auch ziemlich viel Spaß machen können …

Das erinnert mich an den Trailer zu Eurem Film. Dort sagen eine ganze Reihe von Leuten das Wort »queer« – mit sehr verschiedenen Akzenten und Betonungen. Für mich fasst das wunderbar einen Teil dessen zusammen, worum es bei »queer« geht: viele verschiedene Blickwinkel. Wie verbindet Ihr in Eurer Dokumentation Filmmaterial von Orten wie Belgrad, Barcelona, Berlin und Warschau? Sind die Unterschiede in den Leuten und den Szenen in verschiedenen Ländern nicht ziemlich groß?

Nicht weitersagen, aber eigentlich bin ich noch dabei, das Ganze zusammenzuschneiden … Die grundlegende Idee ist, aufzuzeigen, welche Überschneidungen es in dieser Collage queeren Lebens gibt. Ein Beispiel dafür sind die Gespräche über den Marsch für Gleichberechtigung, der 2006 in Warschau stattgefunden hat. Da sind Queers in London, die sich über das Ereignis unterhalten. Dann die Schwulen vom Tuntenhaus in Berlin, die versuchen, einem Typen zu helfen, der verhaftet wurde. Schließlich natürlich die queeren Leute in Warschau, die sich über die Organisation des Marsches unterhalten und analysieren, welchen Einfluss die internationale Unterstützung auf die Sichtbarkeit von LGBT-Themen in Warschau und Polen hatte. All diese Leute, die sich untereinander nicht kennen, sind trotzdem miteinander verbunden. Hier wird zum einen die Existenz einer internationalen Gemeinschaft deutlich, zum anderen zeigt dieses Beispiel Gemeinsamkeiten queerer Kultur und queeren Lebens auf.
Ich denke, ich habe schon erwähnt, auf welche Art »queer« eine politische Identität sein kann. Der Film zeigt auch hier verschiedene Entwürfe. Da sind zum Beispiel die Gespräche über das »Queer Barrio« während des G8-Gipfels in Deutschland (2007). Außerdem wird die Thematik der »Queers without Borders« (dt. »Queers ohne Grenzen«) angesprochen, welche sich eher auf Großbritannien bezieht. Schließlich wird die Arbeit von »Queer Beograd« gezeigt, die sich mit den Rechten von Sexarbeiter_innen befasst und außerdem versucht, die Rolle der Roma in der Kultur herauszustellen und ein Bewusstsein für ihre Stellung innerhalb der Gesellschaft zu schaffen.

»Queer« ist mittlerweile ein sehr aufgeweichter und oft verwendeter Begriff, der in den Mainstream eingeflossen ist.

Es gibt also Queers, die sich mit Rassismus, Sexismus, der Ausgrenzung von Übergewichtigen etc. befassen. Aber wenn diese Themen jeweils nur isoliert betrachtet werden, fehlt die Unterstützung für diejenigen, die mit überlappenden Unterdrückungsmechanismen konfrontiert sind. Dann wird eine weiße, wohlhabende queere Kultur zur Norm und diese spiegelt mit Sicherheit nicht die Realität queeren Lebens in all ihren Facetten wider.

Die »Queers ohne Grenzen« haben für mich eine besondere Bedeutung. Sie sind nicht nur generell gegen Grenzüberwachung und Abschiebepraktiken, sondern setzen sich auch für queere Flüchtlinge ein, deren Leben aufgrund ihrer abweichenden Geschlechterrollen und Sexualität bedroht ist. Das ist auf jeden Fall ein queeres Thema und damit der nächste Schritt zu einem queeren Aktivismus, der sich auf internationaler Ebene bewegt: Wie wir diese Leute unterstützen können – und dabei sollten wir uns nicht nur auf queere Menschen beschränken. Wir müssen uns den Privilegien der wohlhabenden Länder bewusst werden. Dabei geht es nicht darum, aus eigener Kraft und ganz alleine die Welt zu retten. Aber wir müssen für Bewusstsein und Engagement sorgen.

Für Deine Arbeit, mit der Du Kunst und Aktivismus verbindest, hast Du mehrere Preise bekommen, unter anderem den »Art for Social Change«-Award von MPowerment. Kannst Du mehr von Deiner Vorstellung von »Kunst für gesellschaftliche Veränderung« erzählen?

Haha, ja, meine »Gay Awards«. MPowerment ist ein queeres Jugendprogramm, das zur »Life Long Aids Alliance« in Seattle gehört. Jedes Jahr vergeben sie einen Preis für Arbeit in der Gemeinschaft. Als ich 19 war bin ich von Seattle nach Olympia gezogen. Ich habe ein kunstorientiertes Festival von und für junge Queers ins Leben gerufen: »The Bend-It Extravaganza«. Im vergangenen Frühjahr habe ich das Festival das sechste Mal geleitet, weil ich für eine Weile zurück in Olympia war. Es war das große alternative Event neben dem CSD.

Der Name entstand extra für das Festival und meine Arbeit: Ich wollte ein kulturelles Event schaffen, das nicht nur entweder mit Kunst zu tun hat oder mit Aktivismus, sondern das Kreativität zelebriert und dabei politisch ist. Ein weiterer Punkt war, dass es in der Szene hier viele Vorbehalte Jugendlichen gegenüber gibt und dass Jugendliche unter 21 Jahren von vielen Veranstaltungen ausgeschlossen werden, weil sie noch keinen Alkohol trinken dürfen – totaler Bullshit und überhaupt nicht gemeinschaftsförderlich.
Viele Ideen des Festivals entsprangen der Mentalität von Olympia – als Teenager war dieser Ort für mich eine queere Utopie. Als ich 16 Jahre alt war habe ich das erste Ladyfest (2000) mitorganisiert. 2002 kam das erste Homo-a-GoGo-Festival. Beide Festivals waren auch politisch, sie haben mir die Augen darüber geöffnet, wie einfach es ist, etwas zu organisieren und dann wirklich passieren zu lassen. Seitdem bin ich süchtig danach, Events zu organisieren.

Die meisten Queers, mit denen ich in Olympia zu tun hatte, waren ganz außergewöhnliche Aktivisten und wundervolle Queers, die sich die Welt und Gemeinschaft geschaffen haben, in der sie leben wollten. Zu diesen gehörten Nomy Lamm, Beth Ditto und noch viele andere aus der Musikszene sowie vom Evergreen-College. Auch meine Tante Pat Graney steht mir sehr nah. Sie ist Tanz-Choreographin und ziemlich verdammt radikal. Um mich herum hatte sich also eine queere und politisch aktive Gruppe versammelt, die auch heute noch mein Denken beeinflusst.

Die ewige Frage: gibt es sowas wie queeren Film oder queere Kunst im Allgemeinen? Ich meine, fallen Dir formale Aspekte beim Filmen oder Herangehensweisen bei der Produktion eines Filmes ein, die Du mit »queer« assoziieren würdest? Oder macht nur der Inhalt einen Film queer – wenn überhaupt? Versuchst Du »queer« auch formal in den Film zu übersetzen?

Der Entstehungsprozess des Filmes hat verschiedene Stadien der Struktur und Planung durchlaufen. Ausgangbasis war dabei eine gewisse kollektive Norm unserer queeren Kultur. Die Struktur zu entwickeln war für uns alle ein Lernprozess. Ich selbst habe viel über mich und meine Vorgehensweise in Projekten, auch in künstlerischer Hinsicht, gelernt. Ursprünglich wollten wir die traditionellen Rollen während der Entstehung des Filmes »verqueeren«. Letztendlich war es für mich aber doch wichtig, Verantwortlichkeiten genauer zu bestimmen und zu trennen. Das Projekt war einfach zu groß. Kleinere Projekte oder Zusammenwohnen lassen sich ohne Frage mit einer kollektiven Mentalität organisieren. Bei größeren Sachen wird das zunehmend schwieriger. Das liegt aber auch an meiner eigenen Art. Wenn es um Kunst und Projekte geht, benehme ich mich teilweise wie eine Getriebene. Da helfen Hierarchien in der Produktion auf jeden Fall. Jede_r weiß dann um sein eigenes Aufgabengebiet.

Queere Kunst bedeutet für mich, Dinge zu hinterfragen, Wege zu bestimmten Ideen aufzuzeigen und diese mit dem Selbst zu verbinden. Ich denke, Queers haben ein besonderes Gespür, und das siehst Du an ihren Arbeiten. Was das besondere an queeren Filmen ausmacht und wie man das beurteilen kann: Ich glaube, darum geht es, wie zum Beispiel bei der Programmzusammenstellung von Filmfestivals, genau um dieses Hinterfragen und eine gewisse queere Sensibilität.

Was unseren Film außerdem zu einem queeren Film macht, ist die Tatsache, dass ich auf gar keinen Fall eine langweilige Dokumentation abliefern wollte. Ich bin mir bewusst, dass wir es mit einer MTV-Generation zu tun haben – ob die Leute es nun zugeben oder nicht -– die auf schnelle und flashige Reize steht. Das heißt nicht, dass wir alle zwangsläufig darauf eingehen müssen. Aber diese Art von Darstellung spiegelt auch den außergewöhnlichen Elan und die Begeisterung, die ich bei queeren Veranstaltungen empfinde, wider. Im Moment arbeite ich an einem aufregenden Soundtrack, außerdem wird es Animationen und Video-Kunst geben. Vielleicht wird dieser Film auch durch seinen Aufbau das Dokumentarfilmgenre »verqueeren«.

Da der Film auf Filmfesten einem größeren LGBT-Publikum zugänglich sein wird, möchte ich ihn so interessant und anziehend wie möglich machen. Ich will den Leuten die kritischen Gedanken und Gespräche des Filmes näher bringen. Dafür sollte »queer« auch formal definiert werden. Das heißt, es gibt nicht eine_n Erzähler_in, der_die den Inhalt wiedergibt, und vor allem nicht eine Antwort, sondern viele verschiedene Leute erzählen die Geschichte. Und genau das ist für mich das perfekte Beispiel einer gelungenen Definition von »queer«.

Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit Margaritte und Sid praktisch? Wer macht was in Eurem Team?

»Travel Queeries« war eigentlich ein Kurzfilm, den ich über die Queeruption in Barcelona gedreht habe. Dieser Teil stellt das Grundgerüst für die lange Version dar. Ich wollte auf der Queeruption festhalten, was bei dem Event passiert, all die Gespräche und Leute, die mir dort begegnen würden. Vielleicht lag es auch daran, dass ich andere Dokumentationen über die Queeruption in London und New York City gesehen hatte. Ich wollte einfach mehr davon.

Ich habe Margaritte von meiner Idee erzählt und sie gefragt, ob sie mit mir zusammenarbeiten würde. Im ersten Produktionsjahr hat die Arbeit im Zweierteam sehr gut geklappt. Eine hat die Interviews geführt, die andere hat gefilmt. Abgesehen davon war unser Gepäck und das ganze Equipment unglaublich schwer! Während des zweiten Jahres musste Margaritte wieder studieren und ich dachte, es wäre gut, noch eine weitere Person ins Team zu holen. Sid ist eine gemeinsame Freundin von uns. Sie hat zu der Zeit an einer Dokumentation über zwei Mädchen gearbeitet, die ihre jüdisch-deutsche Familiengeschichte während der Nazi-Zeit aufarbeiten (»The Descendents Project«). Als ich ihr von unserem Projekt erzählte, war sie sofort dabei. Wir haben uns im zweiten Jahr auch viel um Fund-raising und die Logistik für das Projekt gekümmert.

Zu dritt hatten wir genügend Hände und Ideen, um die Produktion voranzutreiben. Ein typischer Produktionstag sah folgendermaßen aus: aufstehen, essen, in der Stadt filmen, um dann im Internet-Café Interviews und Unterkünfte für den nächsten Tag zu vereinbaren. Dann Postkarten nach Hause schreiben, wieder essen, ein oder zwei Interviews aufnehmen, Dinner und eventuell ausgehen. Hinzu kamen regelmäßige Treffen, um Gelddinge und die geplanten Interviews zu besprechen, damit alle stets auf dem gleichen Stand waren.

Natürlich gab es auch Zwistigkeiten. Aber die meiste Zeit über haben wir uns gut verstanden und es einfach genossen, von Stadt zu Stadt zu reisen und dabei großartige Menschen kennenzulernen. Was unsere Rollenaufteilung betrifft: Ich war Regisseurin und Produzentin, Margaritte war zuständig für den Bildaufbau und ebenfalls Produzentin, Sid unsere Produktions-Assistentin. Natürlich haben noch viele andere mitgewirkt: Künstler_innen, Übersetzer_innen, Praktikant_innen, Berater_innen, Spender_innen, etc. …

Ich stelle jetzt gerade eine erste Rohfassung zusammen. Sid ist in New York City und bald wieder in Berlin, um den Film in Vorabsichtungen unserer Zielgruppe zu zeigen und die Ergebnisse über Skype mit mir zu diskutieren. Margaritte hilft derweil auf der Farm einer Freundin in Oregon aus und wird im Herbst wieder da sein, um den Film mit fertigzustellen. Das ist das Team »Travel Queeries«.

Ich weiß, das ist eine schwierige Frage, aber: Was war die beeindruckendste Situation, die Du während der Arbeit an »Travel Queeries« erlebt hast?

Das ist wirklich eine schwere Frage. Als wir im Sommer 2006 während des Ladyfests in Berlin gedreht haben, kamen viele Leute, die mit dem Film zu tun haben oder darin auftauchen, aus Großbritannien und von überall her – es war toll, all diese Leute in einem Raum zu sehen. Das Gleiche passierte beim Queer Festival letztes Jahr in Kopenhagen.

Abgesehen davon war es cool, wie Leute uns in ihren Häusern empfangen und welche Einblicke sie uns in ihr Leben gegeben haben. Das hat uns ein ganz besonderes Gefühl von Gemeinschaft und »meine Leute« vermittelt. Und auch, wenn ich nicht mit allen viel Zeit verbracht habe, bin ich ihnen doch sehr tief verbunden, und dieses Gefühl von Community ist wirklich super. Ich hoffe, dass das Endergebnis alle glücklich machen wird – ich habe diesen Komplex, dass ich gerne alle glücklich machen möchte. Letztendlich entscheidet aber jede_r selber über seine_ihre Reaktion auf den Film und sein_ihr Verhältnis dazu. Ich bin nach wie vor sehr glücklich darüber, all diese brillianten, liebenswerten und sexy Queers zeigen zu können. Sie sind der beste Grund für all die Arbeit, die in dem Film steckt. Und ehrlich gesagt denke ich, dass die denkwürdigsten Momente noch bevor stehen.

www.travelqueeries.com
www.descendantsproject.com

Interview: Chris Campe
Übersetzung: Christina Magdalinou

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