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“freaky” – Queer Kunst Konferenz und Workshop in Berlin

August 10th, 2009 — 3:20pm
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Freaky Palme

Welche Möglichkeiten eröffnet die Figur des Freaks für queere Kunst? Die Tagung “freaky” stellt vom 28. bis 30. August in Berlin queer-theoretische Perspektiven auf zeitgenössische Kunstpraxen her.

Im Theorie-Teil referieren vier internationale TheoretikerInnen über ihre Lesarten künstlerischer Produktionen; ein zweiteiliger Workshop stellt die Inputs der Vorabende zur Diskussion und bietet die Möglichkeit, eigene Arbeiten vorzustellen. (Update: Der Workshop ist ausgebucht.) In den Ankündigungen heißt es:

“Konferenz und Workshop fragen nach der Figur des Freaks oder nach einer (Kunst-)Theorie, die freaky ist. Eine solche Theorie oder Kunstproduktion wäre in der Lage, auf die gewaltvolle Geschichte eines Ausstellens von Körpern und des “Starrens” auf Körper zu verweisen sowie auf die Macht der Kategorisierungen – in der Wissensproduktion ebenso wie in der Organisation des Sozialen. Entsprechend wurden kulturelle Praktiken wie diese bereits häufig problematisiert. Es ist die These der Konferenz, dass sie aber möglicherweise auch zum Ausgangspunkt einer queeren Wissensproduktion werden können. Da der historische Gebrauch des Begriffs freak Nachdruck auf “strangeness” und auf die Produktion eines “Raums für Differenz” legt, könnte eine Theorie und Kunstproduktion, die freaky ist, einen “Widerstand gegen kulturelle Homogenisierung” (Teresa de Lauretis) erlauben.

Konferenz und Workshop knüpfen an die Beobachtung an, dass mittels queerkünstlerischer Praxen vermehrt Bilder entstehen, die sich gegen Prozesse der Normalisierung und Integration sperren, indem sie gängige Kategorien der Verkörperung unterlaufen oder gar keine Körper zeigen. Welche Arbeiten dieser Art gibt es? Welche Anforderungen stellen solche Präsentationen an eine Lektüre der Arbeiten? Wie könnte eine freaky-Kunstheorie aussehen?”

Den Theorie-Auftakt machen am Sonnabend Elisabeth Lebovici (Paris) und Robert McRuer (Washington) zu

  • Latifa Echakhch - Pin-Up (Self-Portrait)
  • Nao Bustamante (in collaboration with Miguel Calderon)The Chain South und Sans Gravity

Am Sonntag sprechen Catherine Lord (Los Angeles) und Kobena Mercer (London) zu

  • Ines Doujak – Untitled, from the series „Siegesgärten“ (gardens of victory) und
  • Rashawn Griffin – To bring love / terrible things

Ort: Ballhaus Naunynstraße, Naunynstraße 27, 10997 Berlin
Kontakt und weitere Informationen: http://www.sfb-performativ.de/freaky, Flyer

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